Wieder Kritik an Arbeitsbedingungen bei Foxconn

Autor Florian ('Anzeige') | 9. November 2012

In der Vergangenheit standen die Arbeitsbedingungen beim taiwanischen Auftragsfertiger Foxconn immer wieder in der Kritik. Auch jetzt noch soll sich entgegen der Ansicht der Fair Labor Association (FLA) die Lage für die Arbeiter nicht wesentlich verbessert haben. Zu diesem Ergebnis kommt das US-amerikanische Think Tank Economic Policy Institute (EPI).

Die von der FLA kommunizierten Fortschritte seien spätestens seit dem Produktionsbeginn für das iPhone 5 beispielsweise bei der übermäßigen Mehrarbeit hinfällig gewesen, berichtet EPI weiter. Nach einer Untersuchung von drei Foxconn-Fabriken hatte die FLA bessere Arbeitsbedingungen festgestellt. Zuvor hatte man wegen zahlreicher Missstände die Lage überprüfen müssen. Bemängelt wurden unter anderem überlange Arbeitszeiten und mangelhafte Sicherheitsbedingungen. Schon die Arbeitnehmerrechte-Organisation Students and Scholars Against Corporate Misbehavior (SACOM) kam im September zu dem Schluss, dass Foxconn nur wenig verbessert habe. Darauf bezieht sich auch das EPI in seinem Bericht.

Apple lässt hier viele ihre Geräte produzieren. Auch die Kalifornier schalteten sich in der Vergangenheit immer wieder ein, und forderten Foxconn auf, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Schließlich geht es für den US-Konzern aus dem sonnigen Süden darum, dass man einen Ruf zu verlieren hat. Die neuerlichen Probleme könnten aber mit Apple zusammenhängen. Nach diversen Problemen mit dem iPhone 5 soll man in Cupertino strengere Qualitätskontrollen verlangt haben. Dass dies natürlich ein erheblicher Mehraufwand für Foxconn ist, dürfte klar sein.

Zudem ließ sich unlängst ein anonymer Mitarbeiter von Foxconn mit den Worten zitieren, dass iPhone 5 sei das anspruchsvollste Gerät, was man je hergestellt habe.

Category: Allgemein

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