Apple kündigt chinesischer Firma wegen zu jungen Arbeitern

Autor Florian ('Anzeige') | 25. Januar 2013

In den letzten Jahren setzte Apple alles daran, das gute Image, dass man zweifelsfrei hat, weiter zu verbessern. Da passt es natürlich überhaupt nicht ins Bild, wenn ein Zulieferer mit schlechten Nachrichten auf sich aufmerksam macht. Die Zahl der Inspektionen wurde um 72 Prozent auf 393 erhöht, wie aus einem Bericht hervorgeht.

Einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel zufolge entdeckten nun Kontrolleure bei einem chinesischen Teileproduzenten 74 Arbeiter im Alter unter 16 Jahren. Wie das Magazin weiter berichtet, habe Apple die Zusammenarbeit mit der Firma beendet und die Behörden informiert. Nach seinem Amtsantritt hatte Apple-Chef Cook vor knapp eineinhalb Jahren das Augenmerk auf die Arbeitsbedingungen verstärkt, er versprach damals öffentlich mehr Transparenz. So trat Apple als erster Technologiekonzern der Fair Labor Association (FLA) bei. Dabei handelt es sich um eine unabhängige Organisation, die eigene Inspektionen durchführt.

Der Zulieferer Foxconn hatte in der Vergangenheit unter anderem immer wieder für negative Schlagzeilen gesorgt. Foxconn stellt Teile für iPhones und iPads her, arbeitet aber auch für einige Schwergewichte der Branche. Dem Konzern wird vorgeworfen, seine Mitarbeiter besonders schlecht zu behandeln. Bei Foxconn haben vor gut zwei Jahren mehrere Mitarbeiter Selbstmord begangen, seither steht der Konzern in der Kritik. Dies führte auch zu Vorwürfen gegen Apple.

Apple setzt weiterhin auf sein Saubermannimage. Das ist auch wichtig, denn die Philosophie eines Konzerns kann über Verkaufszahlen entscheiden, das wissen die Kalifornier nur allzu gut. Zudem wird die Konkurrenz allen voran im Smartphone-Bereich immer schwieriger, sodass man sich schlechte Publicity nicht leisten kann.

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